LIFTING THE CURTAIN
9.4.2015—5.5.2015
LIFTING THE CURTAIN. Central European Architectural Networks
im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums der Österreichischen Gesellschaft für Architektur (ÖGFA)
Die Ausstellung ist eine Kooperation von sechs Kunst- und Architekturinstitutionen aus Polen, Tschechien, Kroatien, Ungarn und Österreich. 2014 wurde sie mit großem Erfolg als Kollateral-Event im Rahmen der Architekturbiennale in Venedig gezeigt,. Als Wanderausstellung konzipiert, wird sie 2015 als erste Station nach der Biennale von der Österreichischen Gesellschaft für Architektur (ÖGFA) im Angewandte Innovation Lab AIL der Universität für angewandte Kunst am Franz-Josefs-Kai 3 gezeigt.
Die Ausstellung zeigt, gegliedert in die sechs Kapitel Experimente / Experiments, Transfers, Forschung / Research, Begegnungen / Encounters, Kollektive / Collectives und Öffentlichkeiten / Publics, Fallbeispiele für grenzüberschreitende Zusammenarbeit vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Fall des Eisernen Vorhangs in Österreich, Ungarn, Polen, der ehemaligen Tschechoslowakei (heute Tschechische und Slowakische Republik), Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro und Mazedonien (den Nachfolgestaaten Jugoslawiens), mit Bezügen und Kontinuitäten bis in die Gegenwart. Dabei geht es weniger um einzelne Architekten und Meisterwerke als vielmehr um die Nachzeichnung internationaler Netzwerke von Menschen, Ideen, Institutionen und Technologien.
Ein Schwerpunkt ist die auch durch Wissenstransfer ermöglichte Durchlässigkeit des "Eisernen Vorhangs"; für die sozialistischen Länder war dabei der Technologieexport der großen staatlichen Baubüros der Nachkriegsjahrzehnte zentral. Für Österreich ist ein Beispiel das persönliche Netzwerk von Adolf Loos, ein weiteres die Vernetzung von Josef Frank und seinen Studenten an der Kunstgewerbeschule, außerdem die von Carl Auböck und Roland Rainer mit amerikanischer Unterstützung konzipierte Fertighaussiedlung Veitingergasse und schließlich die Kontakte der Arbeitsgruppe 4 und der Österreichischen Gesellschaft für Architektur zur Tschechoslowakei, Bulgarien und der Sowjetunion in den 1960er Jahren. Eine gemeinsame Fallstudie aller beteiligten Länder befasst sich mit den Repäsentationen auf der Weltausstellung Brüssel 1958 – Österreich baute damals einen von Karl Schwanzer entworfenen Pavillon, das heute in Wien stehende 21er-Haus.
In ihrem Jubiläumsjahr knüpft die ÖGFA damit an ihre jahrzehntelange Beschäftigung mit der österreichischen Moderne im europäischen Kontext an. Von Beginn an machte sie sich um die Wiederentdeckung vertriebener ArchitektInnen verdient. So war 1965 die erste öffentliche ÖGFA-Veranstaltung die erste Ausstellung zu Josef Frank. Während des Kalten Krieges organisierte die ÖGFA jenseits parteipolitischer Vereinnahmung Exkursionen in Länder des Ostblocks und pflegte vielfältige Kontakte mit dortigen Fachleuten. Sie trug so selbst zur Überwindung politischer und kultureller Grenzen bei. In diesem Sinne möchte auch die Ausstellung sowohl die Architekturgeschichte Mitteleuropas neu betrachten als auch heutige Netzwerke beleben.
Das Projekt wurde initiiert vom Architekturnetzwerk TRACE, organisiert von der Polish Modern Art Foundation (PMAF) und kuratiert von Sarmen Beglarian (Polish Modern Art Foundation, Warschau), Piotr Bujas (TRACE), Igor Kovačević (CCEA, Prag), Iris Meder (ÖGFA, Wien), Maroje Mrduljaš (Platforma 9,81, Zagreb/Split) und Samu Szemerey (KÉK, Budapest).
Mit Unterstützung von FRANZ JOSEFS KAI 3, dem AIL (Angewandte Innovation Lab) der Universität für angewandte Kunst, dem Bundeskanzleramt Österreich / Kunstsektion, dem Österreichischen Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres and der Kulturabteilung der Stadt Wien, Wissenschafts- und Forschungsförderung.
Ausstellungsarchitektur: Małgorzata Kuciewicz, Monika Konrad, Simone de Iacobis
Ausstellungsgrafik: Jakub Jezierski
Organisation Wien: Iris Meder, Gabriele Ruff
Zur Ausstellung erscheint im Verlag müry salzmann ein Katalog in deutscher Sprache mit englischsprachigen Zusammenfassungen.
Redaktion und Herausgeberinnen:
Iris Meder, Gabriele Ruff, Suzanne Kříženecký, Azra Charbonnier mit den kuratierenden Organisationen.
Grafische Gestaltung:
Jakub Jezierski.
WEBSITES
http://www.oegfa.at
http://www.ce-arch.net
im Rahmen des 50-Jahr-Jubiläums der Österreichischen Gesellschaft für Architektur (ÖGFA)
Die Ausstellung ist eine Kooperation von sechs Kunst- und Architekturinstitutionen aus Polen, Tschechien, Kroatien, Ungarn und Österreich. 2014 wurde sie mit großem Erfolg als Kollateral-Event im Rahmen der Architekturbiennale in Venedig gezeigt,. Als Wanderausstellung konzipiert, wird sie 2015 als erste Station nach der Biennale von der Österreichischen Gesellschaft für Architektur (ÖGFA) im Angewandte Innovation Lab AIL der Universität für angewandte Kunst am Franz-Josefs-Kai 3 gezeigt.
Die Ausstellung zeigt, gegliedert in die sechs Kapitel Experimente / Experiments, Transfers, Forschung / Research, Begegnungen / Encounters, Kollektive / Collectives und Öffentlichkeiten / Publics, Fallbeispiele für grenzüberschreitende Zusammenarbeit vom Ende des Ersten Weltkriegs bis zum Fall des Eisernen Vorhangs in Österreich, Ungarn, Polen, der ehemaligen Tschechoslowakei (heute Tschechische und Slowakische Republik), Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro und Mazedonien (den Nachfolgestaaten Jugoslawiens), mit Bezügen und Kontinuitäten bis in die Gegenwart. Dabei geht es weniger um einzelne Architekten und Meisterwerke als vielmehr um die Nachzeichnung internationaler Netzwerke von Menschen, Ideen, Institutionen und Technologien.
Ein Schwerpunkt ist die auch durch Wissenstransfer ermöglichte Durchlässigkeit des "Eisernen Vorhangs"; für die sozialistischen Länder war dabei der Technologieexport der großen staatlichen Baubüros der Nachkriegsjahrzehnte zentral. Für Österreich ist ein Beispiel das persönliche Netzwerk von Adolf Loos, ein weiteres die Vernetzung von Josef Frank und seinen Studenten an der Kunstgewerbeschule, außerdem die von Carl Auböck und Roland Rainer mit amerikanischer Unterstützung konzipierte Fertighaussiedlung Veitingergasse und schließlich die Kontakte der Arbeitsgruppe 4 und der Österreichischen Gesellschaft für Architektur zur Tschechoslowakei, Bulgarien und der Sowjetunion in den 1960er Jahren. Eine gemeinsame Fallstudie aller beteiligten Länder befasst sich mit den Repäsentationen auf der Weltausstellung Brüssel 1958 – Österreich baute damals einen von Karl Schwanzer entworfenen Pavillon, das heute in Wien stehende 21er-Haus.
In ihrem Jubiläumsjahr knüpft die ÖGFA damit an ihre jahrzehntelange Beschäftigung mit der österreichischen Moderne im europäischen Kontext an. Von Beginn an machte sie sich um die Wiederentdeckung vertriebener ArchitektInnen verdient. So war 1965 die erste öffentliche ÖGFA-Veranstaltung die erste Ausstellung zu Josef Frank. Während des Kalten Krieges organisierte die ÖGFA jenseits parteipolitischer Vereinnahmung Exkursionen in Länder des Ostblocks und pflegte vielfältige Kontakte mit dortigen Fachleuten. Sie trug so selbst zur Überwindung politischer und kultureller Grenzen bei. In diesem Sinne möchte auch die Ausstellung sowohl die Architekturgeschichte Mitteleuropas neu betrachten als auch heutige Netzwerke beleben.
Das Projekt wurde initiiert vom Architekturnetzwerk TRACE, organisiert von der Polish Modern Art Foundation (PMAF) und kuratiert von Sarmen Beglarian (Polish Modern Art Foundation, Warschau), Piotr Bujas (TRACE), Igor Kovačević (CCEA, Prag), Iris Meder (ÖGFA, Wien), Maroje Mrduljaš (Platforma 9,81, Zagreb/Split) und Samu Szemerey (KÉK, Budapest).
Mit Unterstützung von FRANZ JOSEFS KAI 3, dem AIL (Angewandte Innovation Lab) der Universität für angewandte Kunst, dem Bundeskanzleramt Österreich / Kunstsektion, dem Österreichischen Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres and der Kulturabteilung der Stadt Wien, Wissenschafts- und Forschungsförderung.
Ausstellungsarchitektur: Małgorzata Kuciewicz, Monika Konrad, Simone de Iacobis
Ausstellungsgrafik: Jakub Jezierski
Organisation Wien: Iris Meder, Gabriele Ruff
Zur Ausstellung erscheint im Verlag müry salzmann ein Katalog in deutscher Sprache mit englischsprachigen Zusammenfassungen.
Redaktion und Herausgeberinnen:
Iris Meder, Gabriele Ruff, Suzanne Kříženecký, Azra Charbonnier mit den kuratierenden Organisationen.
Grafische Gestaltung:
Jakub Jezierski.
WEBSITES
http://www.oegfa.at
http://www.ce-arch.net