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Vorschau

Oscar Tuazon

Oktober 2024 – Februar 2025
In seiner ersten Einzelausstellung in Österreich zeigt der US-amerikanische Bildhauer und Installationskünstler Oscar Tuazon (*1975 in Seattle) Werke, die in Beziehung zum sozialen Raum und zum Publikum stehen. Er arbeitet mit natürlichen und industriellen Materialien wie Holz, Stein, Metall und Beton. Auf der Grundlage von architektonischen Ansätzen und Do-It-Yourself-Strategien realisiert er Strukturen, die sich zwischen Zweckbauten und Skulptur bewegen. Viele von Tuazons Projekten sind von alternativen und utopischen Architekturen der 1960er und 1970er Jahre und frühen ökoeffizienten und autarken Lebensmodellen inspiriert. Tuazon erforscht diese architektonischen Ansätze, um ihr Potenzial für heute zu testen, nicht nur in Bezug auf die zugrunde liegenden tech- nologischen Prinzipien, sondern auch auf alternative Raumnutzungen und Modelle der Subjektivität.

Die Ausstellung präsentiert neben neuen Werken Tuazons sein groß angelegtes seit 2016 laufendes Projekt „Water School“ indem er die Dynamiken und Machtspiele untersucht, die den Zugang zu Land, Wasser und Infrastrukturen regeln. Wien hat vor 150 Jahren mit seinem visionären Projekt der Hochquellwasserleitungen Geschichte geschrieben.

Während die Versorgung der Stadt mit Quellwasser auch in Zukunft gesichert ist, stellt Wasser andernorts längst eine hart umkämpfte Ressource dar.Im Rahmen der Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit Studierenden, Architekt*innen, Klimaforscher*innen und Wasserwirtschaftler*innen ein transdisziplinäres Symposium rund um die Themen nachhaltiges Bauen und schonender Umgang mit Ressourcen geplant.

Oscar Tuazon (*1975) lebt und arbeitet in Los Angeles, USA. Er studierte an der Cooper Union School of Art und absolvierte das Whitney Independent Study Program in New York. Im Jahre 2011 gestaltete er einen von vier Para-Pavillons an der 54. Biennale von Venedig. Auswahl von Einzelausstellungen: Bergen Kunsthall, Kunst Museum Winterthur, Kunsthalle Bielefeld (2023); Place Vendôme, Paris, Skulptur Projekte Münster (2017); Museum Ludwig, Köln (2014); Schinkel Pavillon, Berlin (2013); The Power Station, Dallas (2011); ICA, London, Kunsthalle Bern, Künstlerhaus Stuttgart (2010); Seattle Art Museum (2008); Palais de Tokyo, Paris (2007).